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Nach NPD-Feedback: „Was tun, wenn Rechte drohen?“ - Mut gegen Rechte Gewalt mit neuer Ratgeberrubrik


Wie ich schon in den vergangenen Tagen berichtet habe, gab es am vergangenen Sonntagabend in meinem Gästebuch einen Eintrag unter dem Pseudonym „NPD Ilmenau“. Nachdem ich mich mit der Bitte um Rat an mehrere Publikationen und Institutionen gewandt hatte, bekam ich auch umgehend Rückmeldungen und ermutigende Worte. „Nur nicht einschüchtern lassen“ lautete das übereinstimmende Motto von Redakteuren der Thüringer Allgemeinen (TLZ) der Thüringer Landeszeitung (TLZ) und von „Mut gegen rechte Gewalt“.

Aber nicht nur das! Besonders das Team von Holger Kulick`s „Mut gegen rechte Gewalt“ hat sich intensiv mit der Sache auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist eine neue Rubrik auf dem MUT-Portal:
Unter der Überschrift „Wenn Rechte drohen“ konzipierte das MUT-Team den neuen Service „Rezepte gegen Rechts – Um Rat Gefragt“ . Dort heißt es:

„Ein Blogger fühlte sich durch einen Eintrag in seinem Gästebuch eingeschüchtert. Was tun, wenn Rechte via Internet, SMS oder Telefon drohen? Haben Sie ähnliche Erfahrungen oder Tipps, wie mit Rechtsextremisten umgegangen werden kann? In einer neuen Rubrik gehen wir künftig auf Ihre Anfragen ein, so dass auch andere Betroffene daraus lernen können.“

Als ersten Eintrag findet man unter dem Titel „Wer droht, hat keine Argumente Rezepte gegen Rechte (1)“ den „Fall“ von mir und dem NPD-Feedback in meinem Gästebuch. Der gesamte Schriftverkehr ist festgehalten und als Ratgeberfunktion aufgebaut!

Ich finde dies eine sehr gute und sinnvolle Sache. Denn wie durch das Feedback von TA- und TLZ-Redakteuren ersichtlich wurde, ist mein „Fall“ kein Einzelfall, sondern scheint vielmehr System zu haben und immer wieder vorzukommen. Deswegen hoffe ich auch, dass mit der neu eingeführten Ratgeberrubrik bei „Mut gegen rechte Gewalt“ auch andere Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen, ebenso motiviert werden sich nicht einschüchtern zu lassen!

Aber Holger Kulick hat nicht nur „Rezepte gegen Rechts – Um Rat Gefragt“ eingerichtet, sondern jetzt auch das „Rechtsblog“ gestartet. Unter http://myblog.de/rechtsblog soll, ähnlich wie bei der Ratgeberrubrik, jeder Betroffene, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wie ich, die Möglichkeit haben, einen kompetenten Ansprechpartner zu finden:

„Hast du Probleme mit Neonazis? Und suchst friedliche und kreative Rezepte gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus? Darum soll es künftig in diesem Blog gehen. Mehr findest du auf meiner Homepage, dem stern-MUT-portal mit täglichen News und Reflektionen.“

Genau wie „Um Rat gefragt“ ist auch das Rechtsblog eine wirklich sinnvolle und erfreuliche Sache. Denn damit lassen sich längerfristig auch die verschiedenen Blogs, die sich GEGEN Rechtsextremismus richten miteinander vernetzen und Erfahrungen austauschen. Das macht MUT!

In den vergangenen beiden Tagen hat sich aber auch eine breite Welle der Unterstützung zu erkennen gegeben. Ich bekam viele Kommentare und Gästebucheinträge, in denen Solidarität und Mut ausgesprochen wurde. Ich möchte hier ausdrücklich folgenden Leuten für ihr Feedback danken:

Diana, Le Gougou, Eric, Peter, Schweisser, Meckerossi, moe, Ben, holger!

Außerdem auch bei meinem Kommilitonen Mario, der mich mit vielen Informationen zu Rechtsextremismus in Thüringen versorgt hat.
Desweiteren bei einem anonymen E-Mailschreiber, der ein umfangreiches Dokument über die rechtsextremistischen Strukturen in Ilmenau angefertigt hat.

In meinem Gästebuch des Ilmenauer Studentenportals erreichte mich übrigens auch noch folgender Eintrag:
„>bei einer konkreten Gefährdung meiner Person die örtliche Polizeidienststelle aufzusuchen<
Das ist natürlich ein fataler Ratschlag, da die Verbandelung zwischen Polizei und den rechten Bikergangs in Ilmenau ja kein wirkliches Geheimnis darstellt. Ich erinnere nur an die Stürmung der Zentrale und den 30 minütigen Weg von der 1 Km entfernten Dienststelle 2003 zur Zentrale Ecke Kaufland.“

Schwere Anschuldigungen! Aber das ist nur eine von vielen ähnlichen Berichten über Vorfälle, die in Ilmenau die Runde machen. Wer genaueres dazu weiß oder auch andere Erfahrungen gemacht hat, kann mir gerne mehr darüber erzählen.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch ausdrücklich noch mal darauf hinweisen, dass wer ähnliche Vorfälle erlebt hat, dies mir in meinem Blog gerne über die Kommentar-Funktion berichten kann oder mir eine E-Mail zuschicken kann.
Schon bei den Vorbereitungen zu unserer Fernsehsendung zum Thema Rassismus zeigte sich, dass es dringenden Bedarf an einer „Sammelstelle“ solcher Erfahrungen gibt. Ich werde auch versuchen, diese Berichte der Universitäts- und Studentenvertretung zu kommen zu lassen!

Denn nur, wenn solche Ereignisse öffentlich gemacht werden und darüber gesprochen wird, besteht auch die Chance, dass sich etwas ändert!

Hier möchte ich noch einen weiteren Linktipp geben:

„Nachdem (…) 2005 über 1500 Rechtsextreme zu einem NPD–Landesparteitag mit anschließendem Konzert (…) ins Pößnecker Schützenhaus kamen, sahen sich
mehrere junge Leute aus Pößneck „gezwungen“, Initiative gegen diese gefährliche Entwicklung zu ergreifen. (…) So entstand das Aktionsbündnis Courage, kurz ABC, welches sich Zivilcourage und die Bekämpfung jeglicher neofaschistischer Ausuferung zur Aufgabe gemacht hat.“

Und schließlich habe ich hier noch zwei Texte gefunden, die einen Eindruck über die Situation des Rechtsextremismus im Ilmkreis vermitteln:
Text 1
Text 2

Ich hoffe sehr, dass sich durch diese Aktionen und auch durch meine Artikel hier Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus und für Toleranz einsetzen und sich ähnlichen Einschüchterungsversuchen ausgesetzt sehen, nicht einschüchtern lassen und vielmehr motiviert werden weiterzumachen. Denn wie der TLZ-Redakteur Thorsten B. meinte:

„Sonst können wir ein manchmal sehr fragiles Gefüge wie unsere Zivilgesellschaft gleich abschreiben.“

bluejax
Erfurt, den 17. Februar 2006

Quellen und Links:
http://www.myblog.de/bluejax/art/2908371
http://myblog.de/bluejax/gb
http://www.myblog.de/bluejax/art/2900505
http://www.thueringer-allgemeine.de/
http://www.tlz.de/
http://mut-gegen-rechte-gewalt.de/start.php?id=1&katname=Startseite
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/artikel.php?id=10&kat=10&artikelid=2035
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/kategorie.php?id=86&katname=RAT
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/artikel.php?id=86&kat=86&artikelid=2034
http://myblog.de/rechtsblog
http://www.blogliste6.de/
http://www.archive.org/details/Wunsiedel_ist_bunt_nicht_braun
http://www.meckerossi.de/
http://www.myblog.de/bluejax/art/2227067
http://www.abc-poessneck.de/
http://lra.antifa.net/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=126&Itemid=32
http://lra.antifa.net/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=127&Itemid=32
17.2.06 17:54
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


diecraem / Website (21.2.06 18:41)
ne ich wohn nicht ganz in erfurt. aber 20km sind es nur,die ich entfernt wohne. kennst du arnstadt? auf jeden fall da in der nähe in nem kleinen nest.


diecarli / Website (22.2.06 19:41)
ich hab die beiden texte gerade mal überflogen und ich muss sagen,dass natürlich nicht ganu arnstadt so ist.klar man sieht manchmal welche von denen,aber ich hab nichts damit zu tun und es gibt auch viele nette orte hier. zum glück wohn ich aufn dorf mit wenig einwohnern.wobei ich sagen muss,dass es in unserem dorf ne extreme gruftie-familie gibt,aber sonst alles normal und alle nett...
sind in erfurt nicht auch viele rechte?
du schreibst das hier voll hoch und gut..bist du irgendwie bei der zeitung angestellt?

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