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„Die Säulen der Erde“ – ein Meisterwerk


So heute möchte ich mal einen Buch-Tipp geben:

Und zwar handelt es sich um das, meiner Meinung nach, beste Buch, dass ich jemals gelesen habe. Ken Follett`s „Die Säulen der Erde“ ist ein Historienroman, der zu Zeiten des Erbfolgestreites in England während des 12. Jahrhunderts spielt. Im Mittelpunkt steht die Klostergemeinde Kingsbridge (fiktiv) und die Geschichte des Baumeisters Tom Builder mit seiner Familie & des Mönchs Philipp. Gemeinsam haben sie den Traum in Kingsbridge eine neue Kathedrale zu bauen und müssen gegen allerlei Rückschläge kämpfen.

Die Geschichte ist in die wirklich stattgefundene Geschichte des Erbfolgekrieges eingebettet, die mit dem Tod von König Heinrich I. beginnt und sich über viele Jahre bis zum Tod von Thomas Becket zieht. Es ist ein stellenweise brutaler Roman, der Vergewaltigungen, Morde und Katastrophen schildert; aber auch die Liebe und den Sex werden mit eindrucksvollen Worten beschreibt.

Meine Eltern sind ausgesprochene Leseratten, verschlingen ein Buch nach dem anderen. Seit sie dieses Buch gelesen haben waren sie am schwärmen und haben mich auch immer wieder aufgefordert einen Blick rein zuwerfen. Nur habe ich mir noch nie etwas aus Historienromanen gemacht. Weder Kirchen, noch die Geschichte Englands haben mich so sehr interessiert, dass ich ein Buch darüber lesen wollte. Und dann sollte ich ausgerechnet „Die Säulen der Erde“ lesen, was genau diese Themen behandelt?

Na ja, als ich das letzte Mal zuhause war und ich nach langem Stöbern kein Buch gefunden hatte, dass mich interessierte, hab ich mir einfach mal „Die Säulen der Erde“ mitgenommen, um vielleicht doch einmal einen Blick rein zu werfen. Ich hatte an Ostern eine Dokumentation über Kathedralen und Kirchen auf ARTE gesehen und dadurch wurde mein Interesse dann doch etwas geweckt. Wobei meine Vorbehalte blieben. Dann, vor 2 oder 3 Wochen habe ich angefangen, die ersten Seiten des Buches zu lesen. Und was soll ich sagen, es war unglaublich: dieses Buch, dass ich so lange gemieden habe, fesselte mich. Ich konnte die Finger nicht mehr davon lassen, Seite um Seite. Ich habe es immer auf der Zugfahrt gelesen, weil ich sonst nicht die Zeit dazu fand. Trotzdem, ich musste mich zusammenreißen, abends nicht doch noch drinnen zu blättern, weil ich wusste, dass ich wenn ich erst einmal angefangen hatte, nicht mehr davon loslassen konnte. Das war der Vorteil der Zugfahrt, wenn ich am Ziel ankam, so musste ich das Buch beiseite legen. Außerdem hat mich das Buch dermaßen fasziniert, dass ich es gar nicht fertig lesen, sondern lange, sehr lange daran kosten wollte. Na ja, die guten Vorsätze hielten bis Gestern: ich war nicht in der Uni und weil ich keine Lust auf Lernen und auf fernsehen hatte und draußen schlechtes Wetter herrschte hab ich mir das Buch zur Hand genommen und weiter gelesen und war schließlich

- schwuppdiwupp - stundenlang darin versunken. Bis ich es gestern Abend durch hatte.

Es ist schon unglaublich, wie sehr einen „Die Säulen Erde“ in seinen Bann zieht. Es ist so geschrieben, dass es sich einerseits sehr leicht und flüssig lesen lässt, man andererseits aber alles so dermaßen intensiv aufnimmt, als wäre man dabei. Als ich es gelesen habe, konnte mich nichts mehr ablenken, meine Gedanken waren in der Geschichte. Auch wenn ich gerade nicht gelesen habe, die Geschichte und seine Figuren blieben derart in meinen Kopf gebrannt, dass sich meine Gedanken die ganze Zeit um sie drehten. Ich weiß noch wie ich auf dem Bett lag oder im Zug saß und mich vor lauter Spannung mit den Händen und Beinen festhalten musste; wie es mich bei schlimmen Szenen berührt hatte und bei traurigen bewegt.

Irgendwie erinnert es mich an die „Unglaubliche Geschichte“, wo ein Junge während er das Buch liest in die Geschichte hineingezogen wird und Phantasia besucht. Nur dass man hier ins England des zwölften Jahrhunderts eintaucht, in die Zeit der Kathedralenbauer.

Ich bin ein recht langsamer Leser. Ich kann nicht einfach so über die Seiten hinweg lesen, ich muss sie langsam aufsaugen. Und dennoch war ich relativ schnell mit dem Buch durch. Eigentlich dachte ich, ich säße mehrere Woche oder Monate dran. Dass es so schnell gehen sollte, hätte ich mir nun wirklich nicht vorstellen können. Beeindruckend ist außerdem, dass die Geschichtlichen und politischen Hintergründe im Buch sehr gut recherchiert sind und sich scheinbar wirklich so ereigneten. Das macht das ganze noch überzeugender, noch ergreifender, noch faszinierender.

Zur Geschichte selber möchte ich jetzt nicht allzu viel sagen, weil ich einfach nichts vorweg nehmen will. Sobald ich eine Sache sage, so ist sie nachher nicht mehr überraschend. Außerdem werden sich nicht alle das Buch nur deswegen zu Hand nehmen, weil ihnen die Geschichte gefällt, zumal man das ganze Ausmaß vorher gar nicht begreifen kann. Man muss es einfach selber lesen!

Ken Follett hat mit „Die Säulen der Erde“ ein Meisterwerk geschaffen, das den Leser in seinen Bann zieht und nicht mehr los lässt. Es gehört einfach in jedes Bücherregal. Für mich ist es das wahrscheinlich beste Buch, das es gibt. Und wie ich gehört habe, will Follett irgendwann einmal eine Fortsetzung dazu schreiben. Ob es aber überhaupt an den ersten Teil rankommen werden kann, wird sich zeigen müssen. Denn mit die „Säulen der Erde“ wurde ein Meisterwerk geschaffen, dass seines Gleichen sucht. Vielen Dank Herr Follett!!!



bluejax

Erfurt, den 27. April 2005-04-27





Hier ein Vorwort von Ken Follett zum Buch:

http://www.wdr5.de/saeulendererde/hoerspiel/vorwort.html





27.4.05 15:17
 


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