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Engel und Dämonen – auf der Suche nach den vier Altären der Wissenschaft


Eigentlich hatte ich ja in der letzten Woche für meine Hausarbeit genug Bücher, die ich durchzulesen hatte. Aber dennoch konnte ich die Finger von Dan Browns „Illuminati“ nicht lassen.
Vor zwei Monaten habe ich ja schon einen anderen Bestseller von Brown gelesen: „Sakrileg“ (siehe Eintrag vom 08.06.2005). Und weil mir jenes bereits gut gefallen hatte und meine Freundin, mein Bruder und mein Vater meinten ich solle „Illuminati“ auch auf jeden Fall lesen, konnte ich mich nicht dagegen wehren, ich schnappte mir eines Abends das Buch und begann zu lesen.
Na ja, die ersten 100 Seiten fand ich irgendwie nicht so doll. Der gesamte Anfang erinnerte mich doch sehr an das „Sakrileg“. Da wurde wieder mal der Kunsthistoriker und Universitätsprofessor Robert Langdon in einen mysteriösen Mordfall reingezogen. Wieder taucht eine schöne junge Frau auf, die ihren Ziehvater (bei Sakrileg war es ja der Großvater) verloren hatte und sich mit Robert Langdon zusammen auf die Suche nach dem Mörder machte. Auch die Erzählweise war wieder sehr ähnlich. Das alles lies mir die ganze Geschichte anfangs doch sehr langweilig erscheinen. Umso mehr überraschte es mich, dass ich wieder mal, ohne es bewusst zu registrieren, in einen Bann gezogen wurde, und das Buch regelrecht verschlang.
Diesmal spielte die Geschichte nicht in Frankreich sondern in Italien. Genauer im Vatikan. Wieder spielt die historische Vergangenheit der Kirche eine tragende Rolle.
Robert Langdon wird in die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) in der Schweiz gebracht, weil sich dort ein mysteriöser Mord an einem hohen Wissenschaftler ereignet hatte. Schnell stellt sich heraus, dass eine der größten und gefährlichsten Erfindungen der Menschheit gestohlen und in den Vatikan gebracht wurde, um die katholische Kirche zu zerstören. Alles deutet auf die Rückkehr der Illuminaten, einem alten Orden von Kirchengegnern, der vor Jahrhunderten von der Kirche verfolgt wurde. Robert Langdon und Vittoria Vetra, die Adoptivtochter des Ermordeten, fliegen in den Vatikan, um die Kirche und viele Menschenleben zu retten.
Im Vatikan herrscht ohnehin schon rege Betriebsamkeit, denn der alte Papst ist gestorben und es steht die Wahl eines neuen Kirchenoberhauptes an. Die Stadt ist voller Medienvertretern aus aller Welt. Da kommt es mehr als „ungelegen“, dass der Vatikan kurz davor steht in die Luft gesprengt zu werden. Fortan begeben sich Robert und Vittoria auf die Suche nach dem mysteriösen Mörder, der damit droht vier ranghohe Kardinäle auf den Altären der Wissenschaft hinzurichten. Und dann tickt ja noch irgendwo im Vatikan eine Zeitbombe, die die ganze Stadt innerhalb von Sekunden in einen großen, tiefen Krater zu verwandeln droht. Die Zeit läuft.
“Illuminati“ von Dan Brown ist ein äußerst spannender und mitreißender Roman, der den Leser ziemlich schnell in seinen Bann zieht. Man lernt viel über die Kirche, ihre Geschichte und das Konklave (die Wahlzeremonie eines neuen Papstes). Und natürlich spielt wieder die Kunst eine große Rolle. Und mit historischen Kunstwerken ist Rom übersäht.

Den nächsten Teil solltet ihr nur lesen, wenn ihr "Illuminati" schon gelesen habt. Ansonsten wird euch zumindest ein Teil der Spannung geraubt!

Wie bereits geschrieben fand ich den Anfang von „Illuminati“ sehr ähnlich wie beim „Sakrileg“. Der Mordfall, Vittoria, als Tochter des Ermordeten, der finstere Polizist Olivetti und so weiter.
Ich hatte ja recht schnell den Camerlengo im Verdacht gehabt. Allerdings dachte ich, dass er der Anführer der Illuminaten wäre. Dann irgendwann war ich unsicher, „ist er vielleicht doch der Gute und wird zum neuen Pabst gewählt werden?“ Egal, welche Vermutungen man im Laufe des Lesens hatte, im Endeffekt war doch alles ein bisschen anders. Und das ist das eigentlich faszinierende an dem Roman. Man denkt es wäre alles so durchschaubar und muss am Ende doch neidlos feststellen, dass man dieses Ende und diesen Verlauf doch nicht vorhergesehen hatte.
Natürlich gibt es wieder Dinge, die etwas unglaubwürdig erscheinen. Gerade die Sache mit der Explosion, die nichts zerstört und dem kilometertiefen Absturz Robert Langdons, den dieser nahezu unversehrt überlebt wirken mehr als unrealistisch. Aber es handelt sich ja auch um eine fiktive Erzählung und die muss ja nicht immer realistisch sein. Was ich allerdings schade finde ist, dass die Menschheit am Ende nicht über die wirklichen Geschehnisse aufgeklärt wird, und wieder mal von der Kirche reingelegt wurde. Aber vielleicht ist dies dann wieder eine Sache, die der Realität sehr nahe ist. Schließlich war die Kirche schon seit jeher eine Organisation, die mit Lügen und Betrügereien reich geworden ist.
Interessant finde ich die Geschichte der Illuminaten und der Freimaurer. Und wieder die vielen Zeichen und Andeutungen (ähnlich wie beim „Sakrileg“ mit den Bildern von Leonardo Da Vinci), die geheime Botschaften enthalten. Was genau dahinter steckt und inwieweit all die Verschwörungstheorien der Wahrheit entsprechen kann ich nicht beurteilen. Viele Dinge erscheinen unrealistisch und entsprechen zum Teil auch nicht der Wirklichkeit. Aber zumindest wirkt alles logisch und plausibel. Und das ist es was dieses Buch ausmacht. Auch wenn einige Dinge nicht stimmen, man nimmt sie dem Autor dennoch ab. Und am Ende hat man einfach einen interessanten und unterhaltsamen Roman gelesen.
Dan Brown hatte übrigens ein ziemlich gutes Timing (auch wenn das Buch in den USA schon im Jahre 2000 erschienen ist). Denn schließlich wurde dieses Jahr ja wirklich die Wahl eines neuen Papstes durchgeführt. Na ja, eigentlich hatte ich ja dann das gute Timing, weil ich es erst heute gelesen habe!
So, und jetzt bin ich auf den nächsten Roman von Dan Brown gespannt. Ich hoffe ja mal, dass er einen dritten Teil von Robert Langdons Abenteuern nachlegen wird. Mindestens. Ich frage mich auch schon, wo die neue Geschichte spielen könnte. Wien? Prag? Oder gar Berlin? Egal wo, ich freue mich schon darauf. Und eines ist gewiss: selbst wenn auch „Illuminati“ verfilmt werden sollte (das „Sakrileg“ wird ja gerade mit Tom Hanks in der Rolle des Robert Landon, Audrey Tautou (Sophie Neveu) und Jean Reno (Bezu Fache) verfilmt), so sollte man dennoch dieses Buch (wie auch das „Sakrileg“) gelesen haben. Denn so gut die Verfilmung auch am Ende sein mag, es gibt nichts Besseres und nichts Schöneres, als die Geschichte in der eigenen Phantasie ablaufen zu lassen. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, seine eigenen Bilder. Jeder dreht während des Lesens seinen eigenen Film im Kopf. Was gibt es schöneres, als ein eigenes Werk zu erschaffen? Und das kann einem kein Film bieten. Lesen!

bluejax
Rottenburg, den 22. August 2005
22.8.05 22:10
 


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