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Bild macht`s möglich – Rettet die Welt!


Ha, jetzt bin ich ja mal gespannt: Gestern forderte Bild-Online „KANZLER, RÜCK DEN SPRIT RAUS!“ [1]
Bild-Online schrieb in diesem Artikel unter der Überschrift „Riesen-Wirbel - Regierung und Opposition streiten um Freigabe der Sprit-Reserven“ über die Bundesdeutschen Ölreserven, die die Bundesregierung in den 1980er Jahren zu viel günstigeren Einkaufspreisen als heute angelegt hatte, um auf Ölengpässe reagieren zu können. Gerade die Opposition trat für die Auflösung der Ölreserven ein, um die Preissteigerung auf dem deutschen Markt etwas zu bremsen.
Und weil Bild ja als selbsternannter Anwalt der Bevölkerung agiert heißt es: „Da muss BILD wohl nachhelfen. Wenn Sie nicht auf Ihr Auto verzichten können, füllen Sie den nebenstehenden Antrag auf Not-Sprit aus und schicken ihn an BILD.“
Ja und jetzt habe ich vor zwei Minuten eine Eilmeldung bei SPIEGEL-Online gelesen. [2] Darin heißt es „Die Bundesregierung wird (…) Deutschlands strategische Ölreserven anzapfen.“ Ja, aber liebe Bild, wenn sie jetzt denken, dass man auf ihre Forderung reagiert hätte, dann haben sie sich getäuscht, nämlich die ausgelassenen Wörter des obig zitierten Satzes („(…)“) lauten „im Rahmen einer international koordinierten Aktion“. Und schaut man sich die Überschrift an („HURRIKAN-HILFE - Kanzler stellt USA deutsche Ölreserven zur Verfügung“), dann sehen wir, dass die Bundesregierung die Ölreserven nicht den Deutschen, sondern den US-Amerikanern zur Verfügung stellen.
Man kann ja jetzt darüber streiten, ob es wirklich sinnvoll und gerecht ist, dass anstatt die eigene Bevölkerung zu entlasten, die USA als größter Energieverbraucher und regelrechter Öl-Verschleuderer, unsere Ölreserven bekommen. Eigentlich bin ich ja auch skeptisch und dagegen. Aber auf der anderen Seite glaube ich, dass es eine gute Entscheidung ist. In den USA scheint das Öl gerade wirklich knapp zu werden und in New Orleans und dem restlichen Katastrophengebiet herrscht absolutes Chaos. Insofern sollte man den Egoismus und die Skepsis mal außen vor lassen und den USA helfen. Da dürfte dann ja auch die Beziehung zu der aktuellen Bush-Regierung einen enormen Sprung machen: Denn mit was kann man sich deren Freundschaft und Ansehen besser erkaufen, als mit Erdöl?!
Wenn Schröder schlau ist – und das ist er außer frage – dann wird er sich gerade jetzt als sehr solidarisch mit den USA zeigen und helfen wo er nur kann. Damit wird er weiter an internationalem Renommee gewinnen und auch sicherlich den einen oder anderen Pluspunkt bei den deutschen Wählern sammeln. Vielleicht wird er auch einigen Bundesbürgern vor den Kopf stoßen, weil er nicht die Deutschen, sondern die Amerikaner entlastet. Aber immerhin dürfe sich die Kritik aus den Reihen der Union in Grenzen halten. Oder wollen die „immer-blind-den-USA-als-Freund-und-Verbündeter-bei-was-auch-immer-auch-bei-illegalen-Kriegen“ Leute jetzt angesichts dieser verheerenden Katastrophe den immer-heiß-geliebten USA die Hilfe verweigern? Damit würden sie sich nur noch unglaubwürdiger machen. Aber gerade deswegen, ist ihnen alles zuzutrauen.
Vielleicht ist die Umweltkatastrophe in den USA auch ein kleiner Fingerzeig von Mutter-Natur, die uns damit sagen will, dass die Bemühungen der Rot-Grünen-Bundesregierung in Sachen Umweltschutz eine gute Sache sind. Wenn wir mal ganz makaber sein wollen könnte man dieses Ereignis mit den Anschlägen von Madrid vergleichen: damals schaffte es Al-Quaida kurz vor den spanischen Parlamentswahlen, dass die Irak-Krieg-kritischen Spanier der US-verbündeten Regierung die Quittung zeigten und die sozialdemokratische Opposition die Wahlen gewann. Dieses Mal geht der „Anschlag“ auf die Rechnung von Mutter-Natur. Sie zeigt welche Regierung sie am liebsten hat und wen sie unterstützen möchte.
Ich sage ja, diese Theorie ist makaber, zynisch und sehr streitbar. Aber so ist die heutige Zeit nun mal. Nichtsdestotrotz unterstütze ich die Anteilnahme an den Opfern der Hurrikan-Katastrophe. Es ist schrecklich, was in den USA passiert ist und auch gerade noch geschieht.
Zumindest sollte Claus Christian Malzahn (vgl. Eintrag vom 31. August 2005) nun wieder etwas besänftigt sein. Denn das war es doch, was er wollte. Oder nicht?

bluejax
Rottenburg, den 02. September 2005

[1] http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/02/02/benzin__sauerei__oel__multis/benzin__sauerei__oel__multis.html
[2] http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,372761,00.html
2.9.05 14:59
 


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