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Was die Meinungsmacher denken – Cicero-Presse-Rundschau vom 13.09.2005


Durch einen Artikel auf Spiegel-Online über die Razzia bei dem angesehenen Wochenmagazin Cicero [1] habe ich mir heute mal deren Homepage [2] angeschaut. Dabei bin ich auf die Rubrik „Presse-Rundschau“ [3] gestoßen. Hier werden interessante Meldungen des Tages von diversen Zeitungen in Kurzform vorgestellt. Man kann unterscheiden zwischen Deutschland-Presse-Rundschau, Weltpresse-Rundschau, Europa-Rundschau und Wirtschafts-Rundschau. Je nachdem, was man wählt, bekommt man eine kleine Übersicht aus den betreffenden Publikationen. Geliefert wird das ganze vom Deutschlandfunk [4].
Da ich diese Presse-Rundschau für sehr interessant halte und weiterempfehlen möchte, werde ich im Folgenden ein wenig aus der heutigen Ausgabe zitieren:

(Anmerkung: Leider kann ich keine Angaben über die Autoren der jeweiligen Artikel machen, da diese nicht mit angegeben waren!)

In Deutschland spielten heute in erster Linie der Bundestagswahlkampf und das gestrige Streitgespräch der Spitzenkandidaten in der ARD die erste Rolle, gefolgt vom Abzug Israels aus dem Gazastreifen.

HANDELSBLATT, DÜSSELDORF
"Uff. Nun haben wir auch das letzte der großen TV-Duelle hinter uns gebracht – und das Fazit der Debatte in der Runde der Spitzenkandidaten ist dasselbe wie schon nach dem ersten TV-Duell: Das Medium Fernsehen hilft stets denen, die stark personalisieren können. Eine Trendumkehr hat die Sechser-Runde also nicht gebracht. Offenbar ist die mediale Stärke des Kanzlers immer noch so groß, dass sie bisher unentschlossene Zuschauer einen entscheidenden Punkt vergessen lässt: Schröder reißt die SPD in den Umfragen nach oben, obwohl er selbst nach dem 18. September wahrscheinlich keine Rolle mehr spielen wird. Denn Kanzler könnte er nur in dem sehr unwahrscheinlichen Fall bleiben, dass es eine rot-grüne Mehrheit gibt oder die SPD besser als die Union abschneidet“.

Mein Kommentar dazu: Gut auf den Punkt gebracht: Die gestrige Runde brachte keine neuen Erkenntnisse zu Tage. Es lief alles nach Plan: Rot-Grün in Person von Gerhard Schröder und Joschka Fischer verteidigten ihre Politik und warben für neues Vertrauen und die Opposition versuchte zu attackieren und zu kritisieren. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nach einer Stunde keine Lust mehr hatte, mir das ganze anzuschauen.
Es ist eben Wahlkampf und da sind die regeln, wer sich wie zu verhalten hat, eben klar definiert. Was mir nur immer wieder auffällt ist das Auftreten von Angela Merkel. Viele „Experten“ loben sie ja immer für ihr jedes mal aufs neue „unerwartet gutes Auftreten“. Dem kann ich mich allerdings nicht anschließen! Auf mich macht sie eher den Eindruck, dass sie perfektes Auswendiglernen drauf hat. Ganz ehrlich: Sie bekommt immer wieder Fragen gestellt, auf die sie nicht eingeht und stattdessen einen auswendig gelernten Satz nach dem anderen runterrattert. Gut, die Politiker bereiten sich alle gut vor, aber so billig, wie es bei Angela Merkel immer rüberkommt, so ist es bei den anderen nicht der Fall. Da ist mehr Spontaneität und mehr Menschlichkeit dabei.
Irgendwie fand ich ja, dass Gysi recht hatte mit seiner Anmerkung, dass ja die Linkspartei allein durch ihre guten Hochrechnungen etwas bewirkt hätten, recht hat: Allein dadurch ist bei den anderen Parteien schon ein wenig in Bewegung gekommen. Alle versuchen nun immer wieder den Begriff der „sozialen Gerechtigkeit“ zu betonen und in den Vordergrund zu stellen.
Und ja, Gerhard Schröder alleine ist es, der für die Aufholjagd der SPD verantwortlich ist. Aber ich muss auch sagen, dass er rhetorisch und vom ganzen Auftreten her einfach nur perfekt ist! Da kann sich mancher noch was abschauen. Und zusammen mit Joschka Fischer sind die beiden eigentlich vom Auftreten her unschlagbar.
Wer mich ein bisschen nervt ist Guido Westerwelle; dem kauf ich mittlerweile gar nix mehr ab!
Na ja, und so unrealistisch finde ich die Möglichkeit, dass Schröder weiter Kanzler bleiben könnte nicht. Denn was ist, wenn die SPD am Ende mit einigen Hundert Stimmen vor der CDU liegen sollte? Ja ja, ich weiß, doch irgendwie zu weit hergeholt und sehr sehr träumerisch gesehen. Aber irgendwie frage ich mich doch, wo die Stimmen für die Union herkommen sollen. Denn in meinem Freundes- und Bekanntenkreis stelle ich keine Wechselstimmung fest. Eher im Gegenteil: Leute, die zuvor immer pro CDU eingestellt waren, tendieren dieses Mal eher Richtung SPD. Komisch, das ganze, aber vielleicht ist da mein Bekanntenkreis auch nicht repräsentativ genug.

DIE WELT
Die Zeitung DIE WELT übt Kritik an Bundeskanzler Schröder. Er habe in der Debatte lediglich dürftige Aussagen gemacht, im Gegensatz zu Kanzlerkandidatin Merkel.
Diese "wagte sich an die inhaltlichen Fragen heran. Waren ihre Ausführungen über die Zusammenhänge zwischen Lohnnebenkosten und Arbeitsplätzen und über die Notwendigkeit einer Verknüpfung der Sozialsysteme mit den Steuerkassen zu kompliziert? Jedenfalls sprach die Herausforderin die Fragen an, um die es am Sonntag wirklich geht, und sie stellte sich eindeutig hinter den Radikalreformer Kirchhof. Niemand wird sagen können, Merkel habe ihre Pläne verschwiegen. Jetzt hat der Wähler das Wort".

Mein Kommentar: Eigentlich dürfte man zu Artikeln der Welt keinen Kommentar abgeben. Denn es ist doch klar, welche Linie dieses Springer-Blatt vertritt: tiefes, pechfarbenes, dunkles Schwarz. Da wundert es mich nicht, dass sie (mal wieder) Merkel als Siegerin und einzige Alternative sehen. Tja, die Welt ist eben so!

DER TAGESSPIEGEL, BERLIN
"Die SPD schaut still staunend zu, wie ihr Kanzler alle doch eben noch so offenkundigen Widersprüche einfach über den Haufen rennt, die kompliziertesten Fragen stets reduziert auf ein paar simple Begriffe: die oder ich, kalt oder warm, schwarz oder rot, böse oder gut, Professor oder Pragmatismus. Während Merkel sich redlich mit Politik bemüht, spielt Schröder mit dem Ressentiment. Je komplizierter die Dinge, also Rentenformeln, Steuermodelle, desto leichter geht das. Das hat Schröder als Chance genutzt.“

Mein Kommentar: Genau, es ist aus Sicht der SPD die einzige Möglichkeit, das Ruder noch mal rum zu reißen, indem sie die CDU und ihr Programm an den Pranger stellt. Aber: Ist das denn wirklich so verwerflich? Klar, man kann nicht immer alles schwarz oder weiß sehen. Aber macht die Union nicht genau das gleiche? Sie gehen auch hin und attackieren Rot-Grün laufend, machen sie für alles schlechte verantwortlich und sehen sich selber als Heilsbringer. Das ist eben politisches Geschäft.

FRANKFURTER RUNDSCHAU
"Sollte Merkel verlieren, weil sie die Wahrheit gesagt hat? Auf Dauer muss es der politischen Kultur nicht nutzen, wenn Politiker davor zurückscheuen, den Bürgern Unbequemlichkeiten zuzumuten. Denn dass eine sozialdemokratische Regierung nach der Wahl so sozial im hergebrachten Sinne sein könnte, wie sie im Wahlkampf behauptet, das ist eher nicht zu erwarten. Durch ihre Offenheit könnte Angela Merkel nun in eine taktische Situation geraten, die sie weiter wegbringt von der Verwirklichung ihrer Vorstellungen, als sie je befürchtet hat. Es sei denn, in einer Großen Koalition entfernte sich die SPD wieder von ihren Versprechungen. Beide Möglichkeiten legen den Schluss nahe: Klare Verhältnisse wären besser.“

Mein Kommentar: Und da sage mir noch einer das SPD-Blatt ist immer parteiisch. Klar, es ist immer besser, wenn man mit der Wahrheit auf den Tisch kommt, aber bitte: es ist doch immer das selbe: die Opposition ist doch immer in der Lage auf „Wahrheiten“ hinzuweisen. Und weil sie es immer schlecht sehen, was die Regierungs-Koalition gemacht hat, muss man sie loben für ihr Ehrlichkeit? Gut, wenn rot-grün auf Versäumnisse von Merkel in den 1990ern hinweist, ist das doch auch offen und ehrlich. Und SPD-Grüne wissen ganz genau, was zu machen ist. Sie haben immerhin als erste mit Reformen angefangen. Die CDU oder die FDP sind da kein bisschen ehrlicher als andere Parteien. Eher im Gegenteil!

WESTDEUTSCHE ZEITUNG, DÜSSELDORF
"Gerhard Schröder hat keine Chance, aber nutzt sie. Wie anders ist zu erklären, dass der Kanzler, dessen Amtszeit vermutlich zu Ende geht, sein schönstes Siegerlächeln aufsetzen kann - und alle nehmen es ihm ab? Die Situation ist absurd: Schröder und sein grüner Bündnispartner Fischer stehen mit dem Rücken zur Wand, sehen dabei aber deutlich besser aus als die von den Meinungsforschern seit Monaten favorisierte politische Konkurrenz. Auch gestern, beim TV-Duell der Spitzenkandidaten in der ARD, wurde das deutlich. Dass sich Schröders Prophezeiung, seine SPD werde 38 Prozent erreichen, doch noch erfüllt, kann heute mit Sicherheit niemand mehr ausschließen.“

Mein Kommentar: Eben. Wie gesagt, der Schlussspurt der SPD ist der Verdienst von Schröder. Wer ist denn auch prädestinierter für schwierige und wichtige Aufgaben: ein bekloppter, ängstlicher, überheblicher Hühnerhaufen, der sich immer wieder widerspricht und für konservative Werte (also die Vergangenheit) steht. Oder eine selbstbewusste, kräftige, die Ärmel hochkrempelnde anpackende Gruppe, die für Toleranz und Friede steht?

DIE TAGESZEITUNG, BERLIN
"Keine Ampel, kein Rot-Rot-Grün. Die SPD gewinnt zwar derzeit rasant Wähler. Doch ihr politischer Möglichkeitsraum bleibt eng: entweder Opposition gegen Schwarz-Gelb oder Juniorpartner in einer großen Koalition. Das ist die politische Logik. Die Bürger haben damit die Wahl zwischen einem Bündnis der Mitte und einer marktliberalen Revolte. Alles andere sind Traumtänzereien und taktische Nebelkerzen.“

Mein Kommentar: Ich würde noch nicht aufgeben. Würden die Zeitungen sich ähnlich kämpferisch zeigen, wie Schröder und Fischer, wäre die Wahl noch weit spannender. Denn dadurch, dass Rot-Grün von allen aufgegeben wird, wird auch beim Wähler das Gefühl erzeugt, dass die Entscheidung schon gelaufen ist. Und was haben wir noch mal aus dem „Phänomen der Schweigespirale“ (vgl. Eintrag vom 11. September) gelernt?

NEUES DEUTSCHLAND
"Den angekündigten Koalitionsausschlüssen stand schon häufig das Verfallsdatum eingraviert: Wahltag, 18 Uhr. Die Wähler wissen das. Die Politiker wissen, dass der Wähler das weiß. Und die Medien wissen, dass sie die Politiker mit ihren permanenten Koalitionsfragen zu Wiederholungslügen nötigen. Eine Farce mit einstudierten Rollen, aus denen erst nach Schließung der Wahllokale getrost gefallen werden darf. Es wäre ein Kulturgewinn, wenn jegliches Koalitions- und Nichtkoalitionsgerede vor einer Wahl verstummt bliebe. Wenn Parteien und Medien sich darauf konzentrierten, wer was politisch anbietet. Wenn der Wähler nicht abgelenkt werden würde, seine Entscheidung an Inhalten zu orientieren. Die regierende Summe muss der Bundestag in jedem Fall bilden. Oder soll er sich solange auflösen, bis das Ergebnis den Parteien passt?"

Mein Kommentar: Richtig! Klar, kann doch keine Partei mit anderen Koalitions-Möglichkeiten liebäugeln, als wie sie momentan bestehen.
Also ganz besonders der FDP würde ich diesbezüglich kein Wort glauben. Die waren es doch über Jahrzehnte hinweg, die sich immer dem Sieger angeschlossen haben. Also soviel zu Thema „nie und nimmer!“ Ich glaube das wird noch spannend. Und sollte Schwarz-Gelb nicht kommen, werden sich sicherlich noch einige wundern.

WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, ESSEN
"Deutschland streitet über einen möglichen Finanzminister, nicht aber über die tatsächliche Finanzlage. Die EU-Kommission könnte schon sehr bald dafür sorgen, dass der debattierfreudige Berliner Politikbetrieb auf simple Grundrechenarten zurückgeworfen wird. Man hätte sich wieder auf haushälterisches Handwerkszeug zu konzentrieren: die gesunde Balance von Einnahmen und Ausgaben. Denn wenn nicht alles täuscht, geht Brüssel im Umgang mit dem finanzpolitischen Dauersünder Deutschland allmählich die Geduld verlustig. Im Spätherbst dürfte die EU erstmals konkrete Sparmaßnahmen verhängen. Der Haushalt des größten Mitgliedsstaates würde quasi unter Kuratel gestellt. Neben dem Imageschaden bedeutete dies für eine neue Bundesregierung auch eine schwere Hypothek gleich zu Beginn ihrer Amtszeit. Das Einlösen von teuren Wahlversprechen und sonstige Bürgerbeglückung müsste ausfallen. Unter dem Druck der Brüsseler Finanzfesseln müsste sich jede Regierung nolens volens 'ehrlich machen' - auch wenn darüber wenige Tage vor der Wahl lieber noch niemand nachdenken mag."

Mein Kommentar: Man zeige mir eine Wahl, bei der nicht vorher alle möglichen Versprechungen gemacht und hinterher alles gehalten wurde. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn man so agieren würde. Aber so ist eben die Politik: täuschend echt.
„Der jenige, der ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!“

OSTSEE-ZEITUNG, ROSTOCK
"Gaza ist der Testfall für ein größeres, lebensfähiges Palästinenser-Gemeinwesen. Dazu wird es freilich erst dann kommen, wenn Palästinenser und Israelis weitere schmerzhafte Kompromisse akzeptieren, die wenigstens ein friedliches Nebeneinander garantieren. Grenzziehung, Flüchtlingsfrage, Jerusalemstatus sind ungleich komplexere Probleme, die nach Gaza gelöst werden müssen. Sollte aber schon die Gaza-Räumung Israel nicht sicherer machen, könnte dies auf absehbare Zeit der letzte Abzug gewesen sein.“

Mein Kommentar: Ich denke, dass es heute durch den Abzug eine einmalige Chance für den Beginn eines Friedens zwischen Israel und Palästinensern gibt. Ich hoffe aber auch, dass beide Seiten sich dem bewusst sind und alles dafür geben, dass die Bilder von Morden und Gewalt der Vergangenheit angehören!

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
"Israel, da kann man gewiss sein, wird nicht zögern, seine Truppen wieder in das Gaza-Gebiet vorrücken zu lassen, falls es ein nicht zu kontrollierender Unruheherd bleiben sollte. Man muss dort jetzt eine vernünftige Infrastruktur schaffen und für eine funktionierende Verbindung zwischen Gaza und dem Westjordanland sorgen. Doch das ist alles leichter gesagt als getan, weil immer Sicherheitserwägungen mit im Spiel sein werden.“

Mein Kommentar: Wie gesagt, ich hoffe auf Frieden. Aber dafür müssten auch beide Seiten mal über ihren Schatten springen und sich vielleicht auch helfend unter die Arme greifen.

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
"Der Verdacht ist nur schwer zu entkräften, dass es Premierminister Blair vorrangig darum geht, das vertrackte Problem ein für allemal zu lösen, wobei die Konsequenzen für die direkt Betroffenen zweitrangig sind, solange nur der eigene Platz in den Geschichtsbüchern gesichert ist. Das Verfahren ist nicht neu und unter dem Begriff 'britischer Kompromiss' in den Wortschatz der Diplomatie eingegangen. London ging es freilich stets darum, sich ohne Gesichtsverlust einer lästigen Bürde zu entledigen. Mit den Konsequenzen darf sich der Rest der Welt bis heute herumschlagen - in Palästina, Zypern oder im indo-pakistanischen Konflikt. Und demnächst vielleicht in Irland".

Mein Kommentar: Krasse Sichtweise. Aber irgendwie ist da was dran. Auch hier gilt: man sollte endlich mal über seinen Schatten springen, Zugeständnisse machen und gemeinsam den Willen zeigen, eine friedliche Lösung herbeiführen zu wollen.

Zum Abschluss möchte ich nun noch einen Zeitungskommentar aus der Cicero-Weltpresse vorstellen:

ZAMAN, ISTANBUL
"Sollten die 300.000 türkischstämmigen Wähler ihre Stimme der Bush-Freundin Merkel geben, die aus der EU einen 'Christenclub' machen will, die Sozialausgaben völlig streichen, die Rechte der Immigranten auf ein Minimum reduzieren und die Türkei aus Europa ausschließen will? Oder sollten sie lieber Schröder wählen, der aus der EU ein 'vereinigtes Europa der Menschenrechte und der Demokratie' machen will, der die Aggressionspolitik Bushs ablehnt, die soziale Marktwirtschaft nicht aufgeben will, und der stets der Freund der Immigranten war und immer eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei befürwortet hat? Die Antwort ist denkbar einfach: Alle türkischstämmigen Deutschen sollten an die Urnen gehen und ihre Stimme dem amtierenden Bundeskanzler geben.“

Also, wer einen groben Vergleich haben möchte, welche Zeitung wie über ein Thema oder Ereignis denkt und wer unterschiedliche Standpunkte aus unterschiedlichen Ländern miteinander vergleichen möchte, sollte einen Blick auf die tägliche Presse-Rundschau von Cicero [3] werfen!

bluejax
Rottenburg, den 13. September 2005

[1] http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,374482,00.html
[2] http://www.cicero.de/
[3] http://www.cicero.de/971.php
[4] http://www.dradio.de/

Nachtrag angefügt:

Es gibt ca. 600.000 wahlberechtigte Deutsche, die aus der Türkei abstammen. Interessant dazu ist ein Artikel bei Spiegel-Online [5]. Dort wird die türkische Zeitung Hürriyet zitiert, demzufolge eine Umfrage bei dieser Wählerschicht folgende Wahlprognose trifft:

77 Prozent für die SPD
9,2 Prozent für die Grünen
7,8 Prozent für die Linkspartei.
4,8 Prozent für die CDU/CSU
1,2 Prozent für die FDP

Das nenne ich mal eine geile Hochrechnung, was?! Allerdings könnten nach meinem Geschmack die Grünen noch etwas mehr Zustimmung bekommen. Aber sonst, Respekt! Hoffentlich wird die Einbürgerung für Menschen, die aus der Türkei abstammen und in Deutschland aufgewachsen sind und hier leben noch einfacher. Denn diese Prognose hier zeigt doch offensichtlich ganz genau, wo die Zukunft liegt:
Die Zukunft Deutschlands ist multikulturell, die Zukunft Deutschlands ist bunt. Rot-Grün. Nicht Schwarz-Gelb!

[5] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,374502,00.html
13.9.05 18:21
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Partisan* / Website (15.9.05 17:28)
Wieso sollten die Grünen, nach deinem Geschmack, mehr Prozente bekommen? Die sind nun wirklich nicht wählbar... P*


bluejax / Website (16.9.05 05:19)
Wieso sind die Grüen nicht wählbar?
Ist Deutschland nicht in den vergangenen sieben Jahren toleranter geworeden? Ganz ehrlich?
In jedem einzelnen von uns hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass mehr für den Umweltschutz getan werden muss.
In jedem einzelnen von uns hat sich die Erkenntniss durchgesetzt, dass Abtreibung nicht immer gleich Mord bedeuten muss.
In jedem einzelnen von uns hat sich die Erkenntniss durchgesetzt, dass Homosexuelle Menschen sind wie Du und ich, die die selben Rechte haben sollten.
Was also, macht die Grünen unwählbar? Glaubst du, dass Deutschland bei derToleranz angelangt wäre, wie sie hier heute existiert, wenn die Grünen nicht an der Koalition beteiligt gewesen wären? Also ich glaube, wir haben den Grünen einiges zu verdanken. Ich glaube, dass sie die Deutschen fit für das neue Jahrtausend gemacht haben. und ich glaube auch, dass die Grünen sehr wohl wählbar sind!

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