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Fahrradfahren in Erfurt? – Grundsätzlich schon… aber: Nö!


„Ich weiß nicht wieso ich Euch so hasse. Fahrradfahrer dieser Stadt!“
- Tocotronic, „Freiburg“ (1995) -

Ich komme gerade von draußen, Brot kaufen. Und ich rege mich auf. Über die Stadtverwaltung, über die Polizei, über Erfurt!
Erfurt ist ja an sich eine wunderschöne Stadt, die Innenstadt, die Häuser, die Straßen und Gassen. Was Erfurt aber ganz bestimmt nicht ist: fahrradfahrerfreundlich! Da haben sie hier eine richtig schöne Fußgängerzone. Breit. So breit, dass auf der Straße zwei Straßenbahnen fahren können. Daneben sind dann nochmals jeweils breite Gehwege für die Fußgänger. Und die Fahrradfahrer? Die müssen draußen bleiben. Klar, zwar gibt es überall in der Innenstadt Fahrradständer und natürlich sind Fahrradfahrer keine bösen Menschen, aber in Erfurt haben sie scheinbar nichts verloren. Dabei ist in der Fußgängerzone genug Platz. Mehr als genug! Wie gesagt, es fahren auf der Straße 2 Straßenbahnen. Und sonst? Ja, ab und wann dürfen auch Autos dort fahren. Aber Fahrradfahrer sind natürlich schlimmer. Die könnten ja den Straßenbahnen im Wege sein. Oder den Fußgängern. Den Fußgängern, die ohnehin nicht in der Straßenmitte laufen. Eben weil dort ja die Bahn verkehrt. Manchmal. Vielleicht machen die Fahrradfahrer auch die Straßen kaputt? Irgendeine Studie ließe sich dafür bestimmt heranziehen.
Überhaupt, wer schon mal andere Städte in Westdeutschland besucht hat, wird über die Städte hier in Thüringen nur mit dem Kopf schütteln können. Ich habe bisher noch keinen einzigen Fahrradweg hier gesehen. Oh, doch, einmal war ein Schild hier in Erfurt: Fahrradfahrer und Fußgänger. Für etwa 50 Meter. Wow! Aber sonst? Vergesst es!
Das ist schade. Und das gerade in einer Studentenstadt, wie Erfurt sie gerne sein möchte. Die Gründe? Ich sehe keine. Keine die ich verstehen könnte. Wie gesagt, Platz wäre in der Fußgängerzone mehr als genug. Vielleicht will man, dass die Fahrradfahrer sich lieber ein Ticket für die Straßenbahn kaufen? Oder gleich mit dem Auto durch die Innenstadt fahren.
Vielleicht würde es sich ändern, wenn andere Parteien über Erfurt regieren würden. Die Grünen zum Beispiel. Siehe Freiburg!
Ach ja, ich war ja gerade eben in der Stadt. Und was seh` ich da? Da haben sich mindestens sechs Polizisten in der Fußgängerzone postiert. Und was machen die? Die halten alle Fahrradfahrer an. Verhängen Strafen. Alle 5 Minuten einmal. Und wo machen sie das? Nein, nicht an der Stelle, an der Stände vom Weihnachtsmarkt augestellt wurden. Das könnte ich ja noch irgendwie verstehen. Nein, sie kontrollieren den Teil zwischen Angerbrunnen und Anger. Also genau jener Teil, wo die Fahrradfahrer am allerwenigsten stören. Wie gesagt, ich versteh es nicht. Vielleicht ist der Polizei langweilig? Vielleicht braucht die Stadt neues Geld? Geld für den Bau neuer Straßen, vielleicht. Für Autofahrer. Natürlich!

bluejax
Erfurt, den 07. Dezember 2005

Nachtrag:
Übrigens gibt es verschiedene Studien zum Thema Fahrradfreundlichkeit der Städte. So haben der Allgemeine Deutsche Fahrradclub e.V. (ADFC) und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in diesem Jahr eine Untersuchung durchgeführt. Ergebnis: Erfurt landete auf dem 15 von 28 Plätzen. Ich hätte eine schlechtere Platzierung erwartet.


Interessant ist, was ich auf der Homepage der Stadt Erfurt gefunden habe. Dort heißt es zum Beispiel:

„Fahrrad fahren ist nicht nur gesund. Es ist auch clever. Und spart Zeit und Geld.
(…) Damit eignet sich das Fahrrad hervorragend für den Stadtverkehr, sowohl im Alltag als auch in der Freizeit. Gerade bei den kurzen Strecken kann gegenüber der Fahrt mit dem Pkw häufig ein Zeitvorteil herausgefahren werden.“

Aha, alles klar. Aber in der Stadt ist Fahrradfahren natürlich verboten. Und Fahrradwege? Nö, die brauchen wir auch nicht. Clever, was?!

Quellen:

http://www.adfc.de/misc/filePush.php?mimeType=application/pdf&fullPath=http://www.adfc.de/files/2/34/133/Ergebnisse_Fahrradklimatest_2005.pdf

http://www.erfurt.de/ef/de/mobil/fahrrad/
7.12.05 13:52
 


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