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Siddharta – eine tiefsinnige Suche nach der Erkenntnis


Und wieder ein Buchtipp von mir! Diesmal stelle ich ein Werk eines Mannes vor, der zu seinen Lebenszeiten für seine Autorentätigkeit den Literaturnobelpreis gewann und zu den größten deutschen Schriftstellern gehört: „Sidharta“ von Hermann Hesse.

Siddharta ist ein angesehener junger Brahamane. Seine Familie erfüllt er mit Stolz, sieht sie in ihm doch einen großen Weisen und Priester heranwachsen. Doch Siddharta folgt nicht dem Weg, den seine Eltern gerne sehen würden. Sein unbändiger Wissensdurst beginnt ihn an den Lehren zweifeln zu lassen. Er verlässt sein Elternhaus und begibt sich auf die Suche nach Atman, dem wahrhaftigen Ich. Siddharta und sein Jugendfreund Govinda schließen sich den Samanas an, wo sie als Bettler durch die Welt streifen und Askese lernen: Enthaltsamkeit, Fasten und Meditation. Doch auch hier wird Siddharta nicht glücklich. So verlassen sie nach einigen Jahren wieder das Leben als Samana und treffen Gotama, den Buddha. Von seiner Lehre begeistert, schließt sich der Freund Govinda Buddha an und lebt fortan in dessen Gefolge. Siddharta aber begibt sich abermals auf die Suche.
In einer Stadt trifft er auf Kamala, eine wunderschöne Kurtisane. Siddharta geht bei Kamala in die Lehre, lernt das Geheimnis der Liebe und des Liebens kennen. Dafür wird er Kaufmann, verdient Geld und wird in der Folge ein reicher und angesehener Mann. Doch irgendwann erkennt er, dass auch dies in nicht glücklich macht. Dass es ihn sogar zerstört. Wieder nimmt Siddharta Abschied und abermals macht er sich auf die Suche. Bis er an einem Fluss eine folgenschwere Bekanntschaft macht. Infolgedessen lässt er sich an diesem Fluss nieder, geht in die Lehre bei einem Fährmann und dem Fluss selber. Doch seine Vergangenheit holt ihn alsbald wieder ein.

Kennt ihr das, ihr möchtet unbedingt ein neues Buch lesen, aber habt keine Ahnung, Welches? So geht es mir des Öfteren und so ging es mir auch vor etwa einer Woche. Ich habe die hiesigen Buchhandlungen durchstöbert, Amazon und das Internet. Schließlich bin irgendwann auf den „Steppenwolf“ von Hermann Hesse gestoßen. Gut, ab in die Buchhandlung und kaufen. Aber dann hab ich es mal wieder nicht geschafft, das gewünschte Buch einfach zu schnappen und gleich wieder raus zu gehen. Nein, ich musste auch die anderen Bücher von Hermann Hesse durchblättern. Dabei ist mir dann auch schließlich „Siddharta“ in die Hände gefallen. Und was soll ich sagen? Ja, die Geschichte von Siddharta hat mich so fasziniert, dass ich den „Steppenwolf“ wieder zurück ins Regal gestellt und stattdessen „Siddharta“ gekauft habe. Und ich habe es nicht bereut!

„Siddharta“ erinnert mich sehr stark an die Geschichte in „Der Alchimist“. Ich wette sogar, dass Paulo Coelho selbst „Siddharta“ gelesen hat, bevor er den Alchimisten schrieb!
Wieder macht sich ein junger Bursche auf die Suche nach einem Schatz. Wieder verlässt er sein altes Leben und macht viele Abenteuer, die ihn prägen und lehren. Bei „Siddharta“ geht es diesmal nicht um einen materiellen Schatz. Vielmehr sucht Siddharta den Sinn des Lebens, eine Lehre, die ihn glücklich macht. Die Wahrhaftigkeit. Dabei lernt er die unterschiedlichsten Lebensweisen kennen: bei den Samanas lernt er das arme Leben. Abstinent und mittellos streift er umher. Dann in der Stadt als Kaufmann lernt er die andere Seite kennen: Er taucht ein in die Welt der Lüste, des Reichtums. Hesse hat dieses Kapitel mit der Schrift „Bei den Kindermenschen“ überschrieben. Als Samana hatte Siddharta immer etwas herabwürdigend auf das Leben der „normalen“ Menschen geschaut, hatte in ihnen eher Kinder gesehen. Menschen, die ein Leben führten ohne Sinn. Ein Leben, welches sie nie auf das Niveau, auf die Ebene eines Gelehrten, eines Mönches, eines Samana kommen lässt. Und dennoch lernt er, dass die Kindermenschen glücklich sind mit sich und ihrem Leben. Dass sie ganz anders denken, andere Prioritäten setzen und andere Ansichten haben. Doch Siddharta lernt auch die Schattenseiten kennen: Habgier, Sucht und Eitelkeit.
Hesse schafft es eindrucksvoll die Fehler der heutigen Gesellschaften darzustellen. Er zeigt wo die Fehler liegen und übt Kritik daran. Das ist besonders erstaunlich, wenn man sich veranschaulicht, aus welchem Jahre „Sidharta“ stammt. Das Buch wurde zum ersten Mal im Jahre 1922 veröffentlicht. Aber der Inhalt und die Gesellschaftskritik könnten aktueller nicht sein.
Ein weiterer Aspekt, den Hermann Hesse in „Siddharta“ behandelt ist die Lehre, die Religion. Siddharta macht sich auf die Suche nach der wahrhaftigen Lehre und er muss letztendlich feststellen, dass es diese nicht gibt. Vielmehr stehen Handlungen und das Leben selber im Mittepunkt des Lebens. Jeder Mensch muss für sich selber herausfinden, woran er glaubt, was ihn glücklich macht und wie er lebt. Eine allgemein gültige und wahrhaftige Lehre gibt es nicht. Eine (kirchliche) Religion, eine Lehre, ist nicht das Wahrhafte. Zwar kann es dem einen oder anderen Halt und Erfüllung geben. Aber dem übergeordnet ist etwas anderes: das Ich, die Selbsterkenntnis, die eigene Seele. Nur wer mit sich im Reinen ist und sich selber kennt, kann sagen, dass er den „Schatz“ gefunden hat.
Nicht Wort und Lehre, sondern Liebe und Ding sind es, an was wir glauben sollen.

Ich sehe in „Siddharta“ eines der besten Bücher, welches ich je gelesen habe. Es ist ein Buch, welches viele Lebensweisheiten und Lebenshilfen beinhaltet. Ob Thema Glaube, Thema Gesellschaft oder das Thema des Loslassens zwischen Eltern und Kind, „Siddharta“ enthält viele (neue) Erkenntnisse.
Hermann Hesse hat die Fähigkeit mit Worten zu verzaubern. Der Schreibstil und die Ausdrucksweise in „Siddharta“ sind wirklich beeindruckend.
Tiefsinnig, erkenntnisreich und voller Weisheiten. Es ist wirklich kein Wunder, dass Hermann Hesse den Literaturnobelpreis gewonnen hat!

Seite 134:
„Die Welt zu durchschauen, sie zu erklären, sie zu verachten, mag großer Denker Sache sein. Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können, sie nicht zu verachten, sie und mich nicht zu hassen, sie und mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können.“
Om!

bluejax
Erfurt, den 11. Dezember 2005

Hesse, Hermann: Siddharta – Eine indische Dichtung; Suhrkamp Verlag; ISBN: 3-518-41623-5;Frankfurt am Main 2004
11.12.05 18:11
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


chr / Website (12.12.05 20:39)
Hi leute!!!
Bin neu bei myblog.de ... könnt ihr mir helfen?
Ich versuch mich dauernd auf meiner page einzuloggen aber es geht nciht.. geht es bei euch???


Partisan* / Website (9.1.06 20:11)
Versuch lieber mal 'Steppenwolf' von Hesse... Peeeeee*

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