bluejax
  Startseite
  Archiv
  Impressum
  Bisherige Einträge - Übersicht
 
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    purzell

    - mehr Freunde




kostenloser Counter



https://myblog.de/bluejax

Gratis bloggen bei
myblog.de





Links
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  iserman.kepler.covenant
  nachgedacht
  gefalleneengel
  extrablog
  meine-tagtraeume
  staymellow
  meadow-stomper
  linksalarm
  
  AG Fernsehforschung
  ARD Media Perspektiven
  IfMK TU Ilmenau
  IPTV Blog
  KEK-online.de
  Medienrauschen.de
  Quotenmeter.de
  TVblogger.de
  Was mit Medien
  
 
Polizei-Rottenburg – Phantasie im Dienst?!


Die Polizei in Erfurt ist ja schon ein komischer Schlag, der nicht viel zu tun zu haben scheint. Aber die Polizei in Rottenburg am Neckar kommt auf noch viel einfallsreichere Ideen:

Am vergangenen Mittwoch haben wir uns zu dritt bei einem von meinen Jungs getroffen. Ich liebe diese Abende; Einfache, ungezwungenen Abende mit meinen Jungs.
Wir haben den ganzen Abend lang „Die Siedler von Catan“ gespielt. Für mich war es das erste mal. Trotzdem hat es mir gefallen. Hat Spaß gemacht! Ohnehin hab ich in den vergangenen 2 Wochen viele Gesellschaftsspiele kennen gelernt. Wir haben uns dieses…äh letztes Jahr fast ausschließlich Spiele zu Weihnachten geschenkt. „Abalone“, „Backgammon“, „Boggle“, „Mahjong“, „Kalaha“, „Sudoku“ und so weiter. War irgendwie wie früher. Unsere fast schon legendären Sonntagnachmittage. Damals haben wir fast jede Woche alle zusammen den ganzen Mittag lang Canasta gespielt.
Zurück zum Thema:
Weil es so verdammt kalt draußen war, bin ich mit dem Auto gefahren. Hätte zwar auch gut zu Fuß gehen können. Aber mitten in der Nacht bei den damaligen Temperaturen eine halbe Stunde durch die Stadt pilgern, nee, muss nicht sein.
Probezeit ist ja schon längst vorbei, also unter 0,5 Promille bleiben. Ich fahre grundsätzlich nicht, wenn ich was getrunken habe! An diesem Abend habe ich mir 2 kleine Bier (0,3l) genehmigt. Ich wusste ja, dass es länger dauern würde, bis ich wieder fahre. Die 2 Bier hatte ich beide vor 23.00 Uhr getrunken.
Kiffen tu ich ja auch schon seit Jahren nicht mehr, eigentlich. An jenem Abend auch nicht. Dafür hatte sich einer meiner Jungs ein winziges Tütchen genehmigt. Ein Espresso quasi.
Der Abend ging dann so bis 2.30 Uhr. Also mitten in der Nacht raus und ins Auto. In der Zwischenzeit hatte es etwas geschneit, ich musste das Auto freimachen. Des Weiteren nieselte es leicht. Und da es so kalt war, gefror das Wasser sobald es auf der Fensterscheibe aufkam. Dennoch konnte ich ohne Einschränkungen - was Sicht, Physis und Psyche gleichermaßen betraf - fahren.
Die Straßen waren schneebedeckt. Alles weiß. Und etwas rutschig. Also Vorsicht, langsam fahren! Selbstverständlich!
Natürlich hab ich zuerst noch einen Freund heimgefahren. Auch: selbstverständlich!
Wie gesagt, ich bin sehr vorsichtig gefahren. Höchstens 20 Km/h, mehr ging nicht. Zumindest nicht in dem Viertel, indem ich unterwegs war.
Danach musste ich auf die Hauptstraße. Die war zwar auch weiß, aber es lies sich eigentlich ganz gut fahren. 40 Km/h. Dann die 30-Zone mit Blitzer. Abbremsen und langsam voran stottern. Wieder: selbstverständlich!
Auf einmal war ein Wagen hinter mir. Dieser Wagen holte sehr schnell auf. Ich hatte sogar das Gefühl, dass er auffuhr. Da der Regen aber wie gesagt auf der Rückscheibe leicht gefror, konnte ich nicht sehen, was genau es für ein Wagen war. Na ja, 20 Meter vor Ende der 30-Zone hab ich dann auf 40 Km/h beschleunigt. Auch weil der Wagen hinter mir immer noch an meinem Heck klebte.
Gut, 200 Meter weiter dann der Kreisverkehr. Vorsicht, Rutschgefahr! War auch glatt, bin einmal etwas geschlittert. Dann, aus dem Kreisverkehr raus, mit maximal 40 Km/h. Der Typ hinter mir küsste mir wieder den Kofferraum. „Sorry, schneller geht nicht! Überhol doch!“ Nach 50 Metern kommt dann eine Bushaltestelle, 10 Meter weiter geht`s zu mir rein. Auf einmal fängt der Typ hinter mir an und haut die Lichthupe rein. Wie gesagt: „Scheiß Drängler!“.
Ich biege ein in unsere Straße. Als ich bemerke, dass der Drängler auch einbiegt und wieder die Lichthupe reinhaut halte ich an. „Vielleicht ein Freund oder Bekannter?“ Als ich gerade aussteigen will merke ich dann: Polizei!
Also gut, was wollen die denn? Als ich dann aussteige kommen sie schon auf mich zu. Zu zweit, ein Mann und eine Frau. Und natürlich werde ich gleich angepöbelt, was mir denn einfalle, nicht auf ihr Zeichen hin an die Seite ran zu fahren. Man zeigt mir ein rot leuchtendes „Stop“ am Polizeiwagen. „Tut mir leid, nicht gesehen!“ Wie auch, das Ding ist dermaßen ungeschickt angebracht, da reicht eine leichte Schneeschicht auf dem Kofferraum und man sieht nichts davon. Zuerst kommt dann natürlich: „Ist ja kein Wunder, sie haben die Scheiben auch nicht frei gemacht.“ Klar doch. Nachdem sich der Polizist davon überzeugt hatte, dass man von innen wirklich nichts sehen kann, obwohl die Rückscheibe frei war lässt er die Anschuldigung fallen.
„Führerschein und Fahrzeugpapiere!“
Als nächstes dann: „Sie sind mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren!“ Wie? „In der 30-Zone!“ Aha, das war also der Drängler! Gut, er hat Recht, ich hab 10-20 Meter vor Ende der 30-Zone auf 40 Km/h beschleunigt. Ich bin ja einsichtig.
Dann geht`s erst richtig los: „Haben sie etwas getrunken?“ Was sagt man in einer solchen Situation? Ach komm: „Ja, ein Bier.“ „Sind sie sicher? Wann haben sie das Bier denn getrunken?“ „Vor 23.00 Uhr!“. Und weiter: „Nehmen sie Drogen?“ Aber sicher doch, wird ja immer schöner. „Natürlich nicht!“ „Haben sie etwas geraucht?“ Auf den Hinweis hin, dass ich Nichtraucher sei, werde ich angeflaumt: „Sie wissen genau was ich meine, haben sie etwas gekifft?“ Ich verneine. „Ich glaube ihnen nicht! Haben sie schon mal irgendwann etwas geraucht?“ Ich erzähle, dass ich vor 6 Jahren mal etwas probiert habe. Was soll man auf eine solche Frage auch antworten?
Dann kommt natürlich gleich der nächste Schritt. „Ich glaube Ihnen nicht!“ Prüfung! Der Polizist leuchtet mir in die Augen, Pupillentest. Danach dann: Augen zu, Beine zusammen, Kopf in den Nacken und eine Minute still halten. Kein Problem, ich halte still.
Dann: „Sie haben Drogen genommen!“ Klar, schon bessere Witze gehört! Kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Nochmal: „Ich glaube, Sie haben Drogen genommen!“ Langsam wird es mir klar, der Polizist macht keine Scherze, der meint es ernst!
Ich würde drogenverdächtige Auffälligkeiten und auf Drogen hindeutendes Verhalten zeigen. Natürlich deute meine Fahrweise auch auf Drogenkonsum hin. Lustig, was?!
Als nächstes bekam ich dann eine Einladung. Vielmehr eine Aufforderung. Ab in den Polizei-Bus und mit auf die Wache! Auf die Frage, ob ich den Wagen vielleicht gerade an die Seite fahren könne, damit die Hofeinfahrt für die anderen Anwohner frei wäre, werde ich wieder angebafft: „Finger weg!“ Ob ich wenigstens meinem Bruder oder meinem Vater bescheid geben könnte, damit einer von denen den Wagen auf die Seite fahren könne. Nix da! „Aber abschließen darf ich doch, oder?“ „Selbstverständlich, und Warnblinker an!“
Als ich dann gerade in den Bus einsteigen will, kommt meine Schwester. Sie war auch unterwegs und wurde hinter dem Polizei-Bus abgeliefert. „Darf ich wenigstens meiner Schwester den Autoschlüssel geben, damit sie den Wagen rein fährt?“ Wieder werde ich ziemlich schroff angemacht. Es könnte ja sein, dass ich meiner Schwester etwas anderes als den Autoschlüssel zustecke. Klar, dieses kleine schwarze Ding, mit dem Audi-Logo drauf sieht ja auch so verdächtig aus!
Na ja, als ich endlich festgeschnallt im Bus saß dürfte meine Schwester dann endlich (unter Aufsicht natürlich) zu mir und den Schlüssel entgegen nehmen.
Dann ging`s los in Richtung Polizeiwache.
Dort angekommen ging` ab in einen kargen Raum. Zwei leere zusammen geschobene Tische mit 4 Schreibtischstühlen dran. Der Polizist setzt sich ans obere Ende. Ich sollte gegenüber Platz nehmen. Aber nicht auf einem der beiden Schreibtischstühle. Für mich wird ein unbequemer Holzstuhl aus der Ecke hervorgezaubert, einer der beiden Schreibtischstühle muss dafür weichen. Was soll das denn? Die Polizistin baut sich an der Seite neben mir auf.
Dann bekomme ich einen Pappbecher mit Leitungswasser. Urintest. Auf THC, Kokain, Amphetamine und so weiter und so weiter.
2 Minuten nachdem ich getrunken habe werde ich aufgefordert auf die Toilette zu gehen: Pissen ist angesagt! Natürlich werde ich von dem Polizisten begleitet. Es klappt, ich kann meine Probe sofort „bereitstellen“.
Bei den Polizisten macht sich hämiges Grinsen breit, ganz nach dem Motto `So, jetzt haben wir dich!` Ein Tröpfchen hier, ein Tröpfchen da und dann wird gewartet. Wie beim Schwangerschaftstest. Dann: „Sieht positiv aus!“ Wie bitte? „…für Sie.“ Den Polizisten fällt die Kinnlage runter. Mir wird das Ergebnis gezeigt und erklärt. Sobald sich kleine Balken an den einzelnen Stellen bildeten, zeige dies, dass keine Spuren der jeweiligen Droge im Urin nachgewiesen werden kann. Bei mir waren überall dicke fette schwarze Balken. Negativ! Hab ich doch gesagt!
Kollegen, die schon freudig herbeieilten werden enttäuscht, keine Drogen nachgewiesen. Solche Nasen!
Aber aufgegeben wird noch nicht. „Dann muss jetzt eben der Alkoholtest her!“ `Den kriegen wir schon noch` war überall zu spüren.
Also wird dieses Blasgerät bereit gemacht. „Tief einatmen und dann solange hier reinpusten, bis es piepst.“ Kein Problem, ich besitze eine gesunde Lunge. Es piepst. Danach kurzes warten. Dann das Ergebnis: 0,0 Promille. Drogentest negativ! Alkoholtest negativ!
Die Enttäuschung bei den Polizisten war greifbar. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Wieder mal. Ich bekomme meine Papiere zurück. Führerschein und Personalausweis.
Dann darf ich wieder im Polizei-Bus platz nehmen und werde nach Hause gefahren. Eine Entschuldigung? Schließlich wurde mir fälschlicherweise und absolut ohne Grundlage Drogenkonsum unterstellt. Negativ. Auch negativ! Stattdessen die Belehrung: „Fahren Sie in Zukunft angemessen, dann geschehen auch solche unangenehmen Vorfälle nicht!“ Klar, ich werde es mir zu Herzen nehmen.
Zuhause angekommen darf ich aussteigen. Immerhin, der Polizist wünscht mir einen guten Rutsch, die Polizistin nicht.
Einen Strafzettel hab ich nicht bekommen. Dafür dürfte ich statt um 03.00 Uhr um 04.00 Uhr ins Bett. Toll, vielen Dank! Gut, Kontrolle ist ja verständlich. Was mich nur aufregt ist, dass mir der Polizist fast von Beginn an Drogenkonsum unterstellte. Und eigentlich ist es eine Frechheit Pupillen- und Bewegungstests zu machen und mich aufgrund der Ergebnisse davon mitzunehmen und mich unter Drogenverdacht zu stellen.
Was soll`s, jetzt hab ich wenigstens was zu erzählen. Und ich wurde auch endlich mal Kontrolliert. Irgendwann ist eben immer das erste Mal. Danke!

bluejax
Rottenburg, den 04. Januar 2006
4.1.06 19:00
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ralph / Website (5.1.06 19:39)
Wahren Sie einfach die Grundregeln der Höflichkeit, dann werden Sie von uns auch nicht gelöscht.

ralph/politicallyincorrect


bluejax / Website (6.1.06 18:41)
zur erklärung an alle:

es geht um den blog politicallyincorrect (pi).

dort werden nahezu täglich beiträge verfasst, die sich immer wieder kritisch gegenüber dem islam als religion äußern. danach folgt dann ein ums andere mal eine hitzige diskussion, in der die bibeltreuen christen von pi jedes mal so diffamierend und beleidigend über moslems und den islam herziehen, dass es wirklich nicht mehr schön ist.

das schöne dabei: alle, die auf seiten von pi stehen, dürfen die übelsten ausdrücke verwenden, solange sie sich gegen den islam richten. wird auch nur ein kritisches wort gegen das christentum oder überhaupt über diese "berichterstattung" und die anschließenden diskussionen erhoben wird gnadenlos zensiert.
...


bluejax / Website (6.1.06 18:41)
...
ich habe mich darüber beschwert, habe im gästebuch auch einen eintrag geschrieben, dass mich die art und weise, wie ein ums andere mal versucht wird eine diffamierende diskussion über den islam anzustoßen etwas enttäuscht.
wörtlich habe ich folgendes geschrieben:

"Ich finde diese an Rassismus grenzende Hetzte gegen den Islam hier auf PI schrecklich und gefährlich!"

Gut, das war der erste meiner Einträge. Könnte man ja noch irgendwie nachvollziehen, dass dieser zensiert wird. zumindest gemessen an pi-zensur-vorgaben.
...


bluejax / Website (6.1.06 18:42)
...
Ich hab ihn nach dem ersten Löschvorgang extra abgespeichert. Da ich im folgenden von stefan herre persönlich darauf hingewiesen wurde, dass sich alle kommentar-schreiber daran halten sollten, nicht zu pi-kritisch zu sein, habe ich daraufhin abermals einen gästebuch-einrag verfasst in dem ich ganz "politisch korrekt" darauf hingewiesen habe, dass mir missfällt, wie eine religion wie der islam auf pi immer wieder dargestellt wird. naürlich mit dem zusatz, dass ich hoffe, dass dieser eintrag, der ja nun wirklich absolut "anständig" war, diesmal nicht zensiert wird.

so, darauf basiert der obige kommentar von "ralph". „höflichkeit“ heißt also nach i-definition keine kritik an pi!

mal schaun, viellicht verfasse ich demnächst auch mal einen beitrag zum thema pi, es ist nämlich schon verdammt krass, welche kommentare und beiträge dort teilweise erscheinen!


Le Schattenfürst / Website (18.1.06 15:22)
Ja die lieben Kinderlein von Pipi^^
Immer wieder einen Lacherwert - auch wenn man gerne mal heulen würde...
Hab das Kommentieren da schon längst aufgegeben

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung